Interessant sicher die Partie von Yvonne Meusburger gegen die Bulgarin Sesil Karatantcheva. Die Österreicherin Meusburger ist durch das Nichterscheinen von Titelverteidigerin Amelie Mauresmo als Lucky Loser im Hauptbewerb gelandet; zumindest ein schwacher Trost für die Absage der Nummer 1 der Setzliste. Offizieller Grund war übrigens eine Verletzung, hinter den Kulissen munkelt man aber über eine gewisse Müdigkeit bei Mauresmo. Veranstalter Peter-Michael Reichel dazu: "Für mich ist es nicht nachvollziehbar, dass es zuerst heißt, Mauresmo ist müde und dann sagt sie wegen einer Verletzung ab". Im ersten Satz kann die Vorarlbergerin mit Karatantcheva sehr gut mithalten und zeigt ein deutlich besseres Tennis als im Vorjahr. Meusburger schafft es trotz Rückstandes noch ins Tie Break, hat dort aber nicht das nötige Glück. Dennoch sehen die Zuseher am Court Tennis auf hohem Niveau, was man auch am Applaus leicht erkennen kann. Und auch im zweiten Satz zeigt Meusburger auf und stellt unter Beweis, dass sie nicht zu Unrecht im Fed Cup Team der Österreicher spielt. Aber irgendwie fehlt ihr wohl etwas die Routine und auch die Spielstärke, um mit Sesil Karatantcheva mithalten zu können. Schließlich verliert sie, sehr bedauernswert, aber wahr, mit 6:7 und 3:6 - bitter für die Fans in der Halle und leider kein höheres Preisgeld für Meusburger.
Yvonne durfte ich übrigens schon ein paar Mal selber am Schiedsrichterstuhl miterleben, als sie in Scheibbs beim ÖTV-Turnier mitspielte. Sie hat sich sicherlich enorm gesteigert, keine Frage, aber für absolute Topresultate dürfte noch einiges fehlen. Mit 22 Jahren sollte sie aber noch ausreichend Zeit haben, da bin ich mir ganz sicher.

Philipp Naderer - 24. Oktober, 20:35