Sehr spannende Partie hier auf dem Center Court in Linz. Jungstar Tamira Paszek spielt ganz passabel und profitiert auch von den Fehlern der Gegnerin Elena Vesnina aus Russland. Im ersten Satz liegt sie, nach zwei Breaks, sogar schon mit 5:2 in Führung. Aber zwei nicht verwertete Satzbälle verderben dem Publikum etwas die gute Stimmung, Bangen um den Aufstieg. Nach einem schnellen 1:3 Rückstand kann sich Paszek heran kämpfen und geht sogar wieder mit 4:3 im Tie Break in Führung. Unglücklich verläuft das ganze Spiel. 6:5 und Satzball Vesnina, zweiter Aufschlag noch dazu. Aber zuviel Risiko beim Rückschlag und der Ausgleich ist wieder geschafft. Die Spannung in den Zuschauerrängen spürt man auf der Tribüne deutlich. Durch einen Fehler des Schiedsrichters an der Grundlinie kann Paszek noch einmal servieren und holt sich einen Satzball, zweiter Aufschlag Vesnina noch dazu. Nervöser Rückschlag von Tamira, langer Ballwechsel und durch einen Vorhandfehler der Satzgewinn! Österreich am Nationalfeiertag bietet eine tolle Kulisse. Einmal abwarten, wie es im zweiten Durchgang weiter gehen wird. Auf geht's, Schub Schub Tamira!

Philipp Naderer - 26. Oktober, 18:20
Ohne Ranking und ohne realistische Chance auf den Turniersieg startet Tamira Paszek in Linz. Etwas nervös zum Beginn, die Aufschläge wollen nicht so wirklich ins Feld hinein, aber dennoch ein akzeptabler Start mit einem Break zum 3:1 im ersten Satz. Mit zwei schönen Assen gleich nachgesetzt und das Publikum ist zufrieden. Mit etwas Glück geht sich auch die Bestätigung des Breaks aus, die Gegnerin ist auch nicht gerade in Hochform von Beginn an. Bleibt abzuwarten, wie es weiter geht. Das Bild ist übrigens noch vom Doppel mit Meusburger.

Philipp Naderer - 26. Oktober, 17:32
Gerade am Center Court aus dem Bewerb geflogen: Elena Dementieva, die Nummer 2 des Generali Ladies Linz. Sehr enttäuscht hat sie sich schon beim Abgang gegeben, entsprechend happy über ihre sensationelle Leistung schritt Kveta Peschke vom Platz. Immerhin liegt sie fast 20 Plätze im Ranking hinter Dementieva. Über
Frau Grönefeld hätte ich mich auch schon gefreut, leider ist sie aber nicht dabei. Aber vielleicht im nächsten Jahr.
Philipp Naderer - 26. Oktober, 17:11
Nach einem durchaus spannenden Doppel zwischen Conchita Martinez / Virginia Ruano Pascual und Vera Dushevina / Silvija Talaja geht es am Showcourt nun mit Aufwärmübungen der besondern Art. Österreichs gehypte Jugendhoffnung Tamira Paszek spielt sich mit ihrem Trainer Matey Pampulov, einem bulgarischer Ex-Daviscupper. Linz ist ein WTA-Tour Tier-II-Turnier und da hat bis jetzt nur Martina Hingis die erste Runde ohne ein Ranking überstanden, schreibt
die Presse auf ihrer Webseite. Also kann Tamira mit einer Sensation ähnliches wie die Schweizerin vollbringen. Die nächste Partie am Center Court also mit Beteiligung aus Österreich und einer hoffentlich stattfindenden Sensation. Würde nicht nur dem Turnier eine Menge an PR bringen und für eine volle Halle sorgen, auch wenn einmal nicht Nationalfeiertag ist.
Philipp Naderer - 26. Oktober, 16:14
Paszek ist ein Lichtblick, aber wo ist der Rest der Bande? Die ganze neue EU spielt im Damentennis vorne mit und wir bleiben das alte, starre Europa. Wobei vielleicht alt und starr nicht einmal zutreffen muss. Vielleicht sind wir einfach zu flexibel, zu modern und daher auch zu tennisuntauglich. Als Verschwörungstheoretiker betätigen wollte ich mich noch nie, aber warum nicht einmal etwas unkonventioneller denken. Das man in Russland nur mehr mit Tennis das große Geld verdienen kann, sonst der Wodka unerschwinglich wird, das kann doch nicht alles hinter den tollen Ergebnissen sein. Ehrgeizige Tenniseltern gibt es aber auch hier im Land, wenige sind es geworden oder zum Glück geblieben. Was in der Vergangenheit anders war und was sich jetzt ganz deutlich zeigt, ist der zunehmende Mangel an Interessen bei der Jugend. Der Gedanke ist jetzt nicht von mir, ich muss zugeben: Ich hatte einen Mentor auf den Tribünen. Wenn heute ein kleines Kind zum Tennisspielen anfängt, dann wandert es erst in den Kinderkurs. Dort wird brav eine Kugel über das Netz bewegt und etwas für den Kinderkörper getan. Papa als Trainer - Fehlanzeige. Wirklich beim Tennissport bleiben da nur mehr wenige, es gibt einfach attraktivere Dinge wie die Playstation oder den Computer. Kurz gesagt - ich will jetzt nicht fremdes Gedankengut zu ausführlich beschreiben - was fehlt dem Tennissport in Österreich: Stinkreiche tennisbegeisterte Eltern, ein motiviertes Kind ohne Nebensportarten und Playstation, 20 Millionen Einwohner mehr mit der damit verbundenen höheren Chance und einer hohen Geburtenrate; und natürlich Wodka als einzige Alternative zum Tennis.
Philipp Naderer - 26. Oktober, 14:09